Rund drei Jahre lang lief Alina Reh praktisch in einer Sackgasse. Bestzeiten purzelten früher regelmäßig, wenn die Läuferin aus Laichingen auf der Schwäbischen Alb irgendwo an den Start ging. Doch seit dem Spätsommer 2019 lief mit wenigen Ausnahmen alles schief für Alina Reh. Es waren drei Jahre zum Vergessen, die geprägt waren von misslungenen Trainer- und Ortswechseln, Verletzungen und Krankheiten sowie obendrauf auch noch der Corona-Pandemie.
Am vergangenen Sonntag fand Alina Reh den Weg zurück zu einer persönlichen Bestzeit, die zugleich darauf hindeuten könnte, in welche Richtung es in der Zukunft geht: Im Halbmarathon lief sie in Sevilla als Zweite nach 68:42 Minuten ins Ziel. Dieses Ergebnis macht Mut. Und Alina Reh (SCC Berlin) ist ja immer noch erst 25 Jahre alt.
Spontane Entscheidung, Halbmarathon zu laufen
Mit ihrem Rennen in Spanien wurde Alina Reh zur viertschnellsten deutschen Halbmarathonläuferin aller Zeiten. In der europäischen Jahresbestenliste 2022 hätte sie mit diesem Ergebnis immerhin Rang zehn belegt. Im weltweiten Vergleich kann sie natürlich mit 68:42 Minuten keine Bäume ausreißen, doch es ist sicherlich noch weit mehr möglich als diese Zeit.
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