Ein Mann springt zur Kälteanwendung ins Eis.
© iStockphoto/Nastco

Ab in die Eistonne
Bessere Leistung und Regeneration durch Kälte?

| Text: Dr. Stefan Graf | Fotos: iStockphoto, Adobe Stock

Lange galt Wärme als bestes Mittel zur Regenerationsbeschleunigung. Viele setzen mittlerweile aber auf Kälte. Was Kälte vor und nach dem Sport bewirken kann und ob sie effektiver ist als Wärme.

„Drei Tage Eistonne“ – erinnerst du dich? Seit Fußballweltmeister Per Mertesacker 2014 in einem legendären Interview seine After-Match-Planung preisgab, weiß ganz Deutschland, wie Fußballprofis regenerieren.

Jahrzehntelang galten die heiße Dusche oder das warme Entmüdungsbad als regenerierendes Non-plus-Ultra. Kälteanwendungen hatten dagegen „nur“ als Sofortmaßnahme im Rahmen der „PECH-Regel“ (Pause, Eis, Compression, Hochlagern) zur Versorgung von Verletzungen ihren festen Platz. Zwar gab es im Sport auch früher schon überzeugte Anhänger von Kälteanwendungen zur Regeneration und auch zur Wettkampfvorbereitung. Nur wurde das eher in die anekdotische Pfarrer-Kneipp-Ecke oder die „Naturburschenszene“ verdrängt.

Zumindest als wirkungsvolles Gefäßtraining sind Wechselduschen, kalte Gliedmaßengüsse und das eisige Tauchbecken nach dem Saunagang anerkannt. Der wiederholte Temperaturwechsel optimiert über eine abwechselnde Blutgefäßverengung (kalt) und -erweiterung (warm) die körpereigene Thermoregulation.

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