Was für ein Drama beim BMW Berlin-Marathon: Tigst Assefa läuft 40 Kilometer lang auf Weltrekordkurs, ehe sie plötzlich zu humpeln beginnt. Unter Schmerzen rettet sich die Äthiopierin ins Ziel – und läuft mit 2:11:04 Stunden trotzdem die drittschnellste Marathonzeit einer Frau aller Zeiten. Mit dem Verdacht, dass sie sich eine schwere Achillessehnenverletzung zugezogen haben könnte. Den Zielraum verlässt sie gestützt auf Äthiopiens Lauflegende Haile Gebrselassie, der 2007 und 2008 Weltrekord in Berlin gelaufen ist.
Und am Tag danach bestätigten sich die Befürchtungen: Die Achillessehne der Äthiopierin ist gerissen. Das bestätigte ihr Manager Gianni Demadonna gegenüber ntv/RTL und Sky Sport. Assefa wurde nach dem Rennen umgehend von Berlin nach München geflogen. Bereits am Montagvormittag wurde sie von Johannes Gabel operiert, Spezialist für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie und Chefarzt an der BG Unfallklinik Murnau. „Wir müssen jetzt abwarten, wie die OP gelaufen ist“, sagte Demadonna.
Fest steht bereits, dass die frühere Marathon-Weltrekordlerin mindestens sechs Wochen lang nicht laufen kann und zunächst eine Schiene tragen muss. Ihr Manager geht von einer Wettkampfpause von mindestens sechs bis sieben Monaten aus. Ein mögliches Ziel für ihr Comeback könnte der London-Marathon Ende April sein. „Vielleicht ist sie bis zum London-Marathon wieder fit“, so Demadonna.
Bei den Männern triumphiert Guye Adola mit einer persönlichen Bestzeit. Und während Esther Pfeiffers Traum vom deutschen Rekord früh endet, erlebt Anna Langerwisch bei ihrem Heimrennen den größten Tag ihrer bisherigen Karriere. Hier findest du jede Menge Fotos, von den Dramen aber vor allem von den schönen Momenten der über 50.000 Menschen, die den 52. BMW Berlin-Marathon gelaufen sind.
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