Damit verbesserte die 30-jährige Kenianerin die Zeit der Äthiopierin Tigst Assefa, die vor einem Jahr in Berlin mit 2:11:53 triumphiert hatte, um fast zwei Minuten. Der Weltrekord der Frauen sprang nun innerhalb von nur 13 Monaten von 2:14:04 auf 2:09:56. Dies sind inzwischen Zeitbereiche, die viele professionelle Männer nicht erreichen und die vor einigen Jahren noch unvorstellbar waren für Frauen.
Die Weiterentwicklung der Laufschuhe hat sicherlich einen entscheidenden Anteil an den immer neuen Rekordleistungen, die bei den Männern auch zu einer regulären Marathonzeit von unter zwei Stunden führen werden. Vor einem Jahr war der im vergangenen Winter verstorbene Kenianer Kelvin Kiptum in Chicago 2:00:35 gelaufen. Somit hält das Rennen zurzeit beide Weltrekorde. Schnellster Mann war dieses Mal John Korir (Kenia), der mit 2:02:44 eine Weltklassezeit erreichte. Was die zusammengerechneten Siegzeiten angeht, war dieser Chicago-Marathon mit 4:12:40 Stunden das hochklassigste Rennen aller Zeiten über die 42,195 Kilometer.
Es war bereits der dritte Sieg von Ruth Chepngetich in Chicago. Nach 2021 hatte sie 2022 in 2:14:18 triumphiert und dabei den damaligen Weltrekord um lediglich 14 Sekunden verpasst. Die Marathon-Weltmeisterin von 2019 hatte 2021 in Istanbul einen Halbmarathon-Weltrekord aufgestellt (64:02 Minuten), der inzwischen aber wieder verbessert wurde. Im Frühjahr hatte Ruth Chepngetich die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris verpasst. In London kam sie lediglich als Neunte nach 2:24:36 ins Ziel - jetzt war die Kenianerin in Chicago fast eine Viertelstunde schneller.
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