Dehnen oder nicht dehnen – kaum ein Thema wird von Läuferinnen und Läufern, aber auch der Sportwissenschaft, kontroverser diskutiert. Soll man? Soll man nicht? Und falls ja: Vorher oder nachher – oder sogar zwischendurch? Unmittelbar danach oder nach einer Pause. Oder gar als eigene Dehn-Einheit? Für die Einen gehört Dehnen zu jeder Laufeinheit, andere nennen es Zeitverschwendung: Wer hat also recht?
Die Sache ist leider nicht ganz so einfach: Eine für alle gleiche Antwort gibt es hier nämlich nicht. Zum einen, weil Menschen – ihre Muskulatur, ihr Körper, der Umgang mit Belastungen – unterschiedlich sind. So unterschiedlich, dass eindeutige, klare Ja-Nein-Antworten oft nur eines wären: unseriös.
Deshalb tut sich auch die Wissenschaft schwer: Studien, die belegen, dass der Körper Dehnen braucht, gibt es nämlich nicht. Dennoch gehört das – meist abschließende – Dehnen zum geführten Lauftraining, bei Kursen, im Fitnesscenter oder am Sportplatz im Verein so gut wie immer dazu.
Warum? Weil man mit korrekt ausgeführtem Dehnen kaum etwas falsch machen kann: Die Intensität bestimmst du beim Dehnen ja selbst – und „Gefahr“ in einen ehrgeizigen Dehn-Wettkampf zu geraten, besteht kaum.
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