Science-Fiction finde ich mäßig spannend. Mir sind bereits die Innerirdischen seltsam genug. Neulich aber dachte ich: Was, wenn sie doch eines Tages kommen, die Aliens? Und dann steht so einer auf einmal bei dir im Wohnzimmer und will Gold und Geschmeide oder was Außerirdische sonst noch interessiert.
Der Alien würde mit seinen Antennen ein wenig hier und dort herumstochern und plötzlich meine Marathonmedaillen entdecken. Mit seinem ihm innewohnenden Metalldetektor würde er natürlich sofort erkennen, dass es sich um wertlose Messing-Zink-Legierungen an farblich fragwürdigen Polyesterbändern handelt. Er würde sich deshalb über den Ehrenplatz wundern, an dem ich sie aufbewahre.
Irgendwohin laufen, wo man nichts zu erledigen hat
„Schau, Alien“, würde ich dann sagen, „die Sache ist so. Manche Menschen machen Volksläufe. Dafür stehen sie dann sonntags zu nachtschlafender Zeit an Sportstätten, wo sie sich in viel zu kleinen Umkleiden, in denen es gar nicht gut riecht, Kleidung aus Plastikfasern anziehen. Danach stehen sie sehr, sehr lange an, damit sie noch einmal in eine große Box pieseln können, die noch schlechter riecht und die andere zuvor extra dafür dort aufgestellt haben. Jetzt heißt es nochmal lange warten, bis einer in die Luft schießt. Wenn es knallt, laufen alle, die sehr lange gewartet haben, in eine Richtung los. Sie laufen irgendwohin, wo sie absolut nichts zu erledigen haben und dann laufen sie den ganzen Weg wieder zurück.“
„Aber unterwegs gibt es doch reiche Belohnungen?“ würde der Spaceheini dann vielleicht fragen und ich würde antworten: „Naja, zunächst einmal muss man viel Geld bezahlen, damit man überhaupt mitlaufen darf. Dafür gibt es dann Wasser aus Pappbechern, vielleicht ein Stück harte Banane und wenn man schnell ist, etwas Cola. Das klappt aber nicht immer.“
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