In der Biologie gibt es keine Genderdebatte. Frau und Mann sind über ihre Geschlechtschromosomen – XX bei „ihr“, XY bei „ihm“ – klar definiert. Dieser scheinbar so kleine Unterschied hat für die körperliche Leistungsfähigkeit erhebliche Konsequenzen. Doch die weibliche Leistungsdiagnostik führte jahrzehntelang ein Schattendasein – ein Relikt aus Zeiten, in denen Frauensport als „unschicklich“ galt.
Ohne wissenschaftliche Basis wurde die weibliche Physiologie für wenig belastungstauglich erklärt. Die feminine Leistungsexplosion hat gerade in den Ausdauerdisziplinen aber eine deutliche Antwort gegeben. Die Wissenschaft ist nun dabei, die Unterschiede zwischen Frau und Mann hinsichtlich Hormonhaushalt, Muskel-Fett-Verhältnis, Immunsystem und Fett-Kohlenhydrat-Verwertung mit der sportlichen Leistung und Trainingsgestaltung abzugleichen.
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