Aufs Herz hören
Wissen, was du beim Laufen wirklich trainierst

| Text: Christian Ermert | Fotos: Norbert Wilhelmi

Kaum jemand kennt sich mit dem Thema Herzfrequenz so gut aus wie Laura Hottenrott. Sie zählt zu den besten deutschen Marathonläuferinnen und weiß als Nachwuchs-Wissenschaftlerin genau, worauf es ankommt.

Das Gefühl kennt wohl jeder, der schon mal auf ein Ziel hintrainiert hat, indem er nach einem Plan verschiedene Lauftrainings kombiniert hat, die von Tag zu Tag in Tempo und Dauer variieren: Es gibt so Tage, da fühlst du dich nicht besonders. Und wenn an so einem Tag ein langer, anstrengender Dauerlauf oder ein Intervalltraining mit hohem Tempo geplant ist, gerätst du schnell in einen Zwiespalt: Sollst du das belastende Training verschieben? Oder einfach versuchen, es durchzuziehen?

Gut, wenn du in solchen Situationen die Möglichkeit hast, dein Gefühl mit objektiven Daten zu deiner körperlichen Verfassung abzusichern. Genau das bietet die neueste Generation der Trainingscomputer von Polar. Die neue Vantage V ist das einzige Gerät auf dem Markt, mit dem du morgens durch einen wissenschaftlichen Test ermitteln kannst, ob du erholt genug bist für ein hartes Training. Oder ob du dich nicht nur schlecht fühlst, sondern auch objektiv noch mehr Regeneration brauchst und das geplante Training besser verschiebst.

Laura Hottenrott nutzt seit fast fünf Jahren in ihrem täglichen Training alle Möglichkeiten, die moderne Laufcomputer bieten. Die 26-Jährige hat sich 2018 bei ihrem zweiten Marathon in Sevilla auf 2:32:58 Stunden gesteigert. Derzeit trainiert sie täglich zweimal für ihren Traum vom Marathon unter 2:30 Stunden und einem Start bei Olympia 2020 in Tokio. Daneben forscht die angehende Wissenschaftlerin nach vier Jahren Studium in den USA und an der Deutschen Sporthochschule in Köln auf dem Gebiet der Regeneration. Sie hat gerade mit ihrem Promotionsstudium an der Ruhr-Uni Bochum begonnen und sich dem TV Wattenscheid angeschlossen. In ihrem Halbtagsjob gehört sie einem sportwissenschaftlichen Projekt der Universitäten Mainz, Saarbrücken und Bochum an. Das Regenerations-Management von Spitzensportlern soll so optimiert werden, dass die einzelnen Trainingsbelastungen möglichst immer zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Die Leistung effektiv steigern, ohne die Athleten durch nicht ausreichende Erholung zu bremsen. Darum geht es. „Der Schlüssel zum Erfolg ist die exakt richtige Balance zwischen Be- und Entlastung“, erklärt Laura Hottenrott.

Ihre Erkenntnisse aus Praxis und Wissenschaft können auch Hobbyläufern helfen, besser zu trainieren. „Es ist schade, dass heute so viele beim Laufen mehr auf die Geschwindigkeit als auf den Puls schauen“, sagt sie. Ohne Messung der Pulswerte zu trainieren, kann aber zu falschen Einschätzungen des eigenen Trainings führen. „Da denkt man schnell, man sei super drauf, weil man ein gewisses Tempo superleicht gelaufen ist – und dann lag es am Rückenwind. Umgekehrt kann man sich auch überfordern, wenn man beispielsweise versucht, bei Gegenwind und großer Wärme mit der Brechstange ohne Kontrolle der Herzfrequenz das Tempo zu erreichen, das man sich vorgenommen hat.“ Eine gute Trainingssteuerung kann nur funktionieren, wenn möglichst viele Komponenten berücksichtigt, gemessen und kombiniert analysiert werden. Dazu gehören zwar auch das Tempo, die äußeren Bedingungen und die Strecke – aber am Ende ist es immer die Herzfrequenz, an der sich ablesen lässt, was beim Training im Körper passiert.

Du bist schon LÄUFT.-Mitglied oder hast ein Abo?
Hier einloggen und das Angebot nutzen!

LÄUFT. Deine Club-Vorteile

  • 50 Euro Rabatt auf Laufschuhe
  • Gratis-Laufsocken von Falke
  • Schuhe immer 10 % günstiger
  • reduziertes Startgeld bei Events
  • immer aktuelle Infos & Storys
  • bewährte Trainingspläne
  • Laufbuch mit über 200 Seiten