„Das war das stressigste Rennen meines Lebens, aber ich habe die richtigen Entscheidungen getroffen“, sagt ein sichtlich gerührter Florian Bremm nach dem 5000-Meter-Finale bei der Leichtathletik-EM in Birmingham.
Wie in großen Finals üblich wollte niemand so richtig die Verantwortung fürs Tempo übernehmen. Wenige Runden vor Schluss war noch ein großer Pulk an Läufern zusammen – darunter die großen Favoriten Jimmy Gressier aus Frankreich, Norwegens Superstar Jakob Ingebritsen, der sein erstes Saisonrennen bestritt, der im Sudan geborene und für die Schweiz startende Dominic Lobalu und eben auch Florian Bremm.
Der Polizist aus Unterfranken, der in Colmberg aufwuchs und in Leutershausen als zehnjähriger mit der Leichtathletik begonnen hatte, gehörte spätestens seit seinem Rennen in Turku in diesem Jahr, bei dem er in 12:56,80 Minuten unter der 13-Minuten-Schallmauer geblieben war, zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter.
Aber er hatte es eben auch mit dem 10.000-Meter-Weltmeiter (Gressier), dem aktuellen Europameister über 10.000 Meter (Lobalu) sowie dem Dauer-Europameister (seit 2018) und Olympiasieger über diese Distanz (Ingebritsen) zu tun.
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