Damit unterbot Konstanze Klosterhalfen vom TSV Bayer 04 Leverkusen die bisherige Bestzeit von Melat Kejeta (Laufteam Kassel) haarscharf um nur eine Sekunde. Kejeta hatte 2020 im polnischen Gdynia bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften den 10-km-Punkt nach 30:47 passiert (der internationale Leichtathletik-Verband World Athletics führt diese Zwischenzeit allerdings nicht in den 10-km-Bestenlisten). Nur eine weitere deutsche Läuferin blieb bisher über 10 km unter 31:00 Minuten: Bereits 2008 war Irina Mikitenko 30:57 gelaufen - damals natürlich noch ohne die leistungsfördernden Carbon-Laufschuhe.
Nachdem Konstanze Klosterhalfen das Rennen in Laredo an der nordspanischen Atlantik-Küste bereits vor einem Jahr mit einer persönlichen Bestzeit von 31:07 gewonnen hatte, lief sie nun 21 Sekunden schneller. Ohne hochklassige Konkurrenz war die 5.000-m-Europameisterin von 2022 in ihrem ersten Wettkampf in diesem Jahr klar vor den Spanierinnen Carla Gallardo (31:11) und Cristina Ruiz (32:41) im Ziel. Mit ihrer neuen Bestzeit ist Klosterhalfen nunmehr die zehntschnellste europäische Läuferin über die 10-km-Distanz aller Zeiten.
Konstanze Klosterhalfen war extra für dieses Rennen aus Boulder (Colorado) nach Laredo gereist. In dem US-Höhentrainingslager trainiert sie seit einiger Zeit wieder bei ihrem früheren Coach Pete Julian, der sie in die Weltklasse geführt hatte, nachdem sie sich dem damaligen Nike Oregon-Projekt angeschlossen hatte. Konstanze Klosterhalfen hatte dann den Sponsor gewechselt und musste sich daher auch einen neuen Coach suchen. Nach einer Reihe von Trainerwechseln konnte sie nun jedoch wieder zu Pete Julian zurückkehren, da dieser inzwischen offenbar nicht mehr an Nike gebunden ist.
Das Rennen der Männer gewann in Laredo Jamal Eisa Mohammed (Sudan) in 27:47 vor dem Briten Emile Cairess (27:49) und dem Spanier Javier Guerra (28:49).
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