Laufen macht nur in einer intakten Umwelt richtig Spaß. Deshalb ist Nachhaltigkeit ein riesiges Thema in der Szene. Bei der Ausrüstung geht es in erster Linie darum, den Einsatz fossiler Stoffe wie Erdöl und Erdgas bei der Produktion zu reduzieren. Das verringert den CO2-Ausstoß und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Am problematischsten aber ist die Reduktion des Erdöls ausgerechnet bei dem Produkt, das für Läuferinnen und Läufer, aber auch für die Industrie am wichtigsten ist: bei den Laufschuhen.
Laufschuhe lassen sich bislang kaum in ganz großem Maßstab ohne Erdöl herstellen, wenn sie die Eigenschaften bieten sollen, die wir von ihnen gewohnt sind: Top-Komfort, Dämpfung, Energy-Return und Stabilität. Die meisten Hersteller arbeiten zwar sehr ernsthaft daran, Laufschuhe nachhaltiger herzustellen – aber dieses Bemühen hat Grenzen, die vom Stand der chemischen Industrie gesetzt werden. Das gilt besonders für die Zwischensohle. Das Obermaterial, das den Fuß umschließt, kann bereits in hoher Qualität aus recycelten oder biobasierten Materialien hergestellt werden. Die meisten Marken wenden das auch an. Darunter kommen bei Laufschuhen für Dämpfung, Stabilität und federndes Laufgefühl aber fast immer Kunststoffschäume zum Einsatz, die von der chemischen Industrie bislang nur dann mit den gewünschten Eigenschaften produziert werden können, wenn dabei Erdöl eingesetzt wird.
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