Der Hovr Machina von Under Armour: Komfortabel und dynamisch

| Text: Redaktion laufen.de | Fotos: Hersteller

Seit Februar hat der US-Hersteller Under Armour mit dem Hovr Machina einen neuen Laufschuh im Programm. Das Modell verfügt über einen Chip im Schuh, von dem die wichtigsten Laufdaten aufs Smartphone und/oder eine Smartwatch so übertragen werde, dass sie dir während deines Laufes in Echtzeit zur Verfügung stehen. Wir hatten bereits die Gelegenheit, den Hovr Machina für mehrere Wochen zu testen.

Der Hovr Machina ist in erster Linie ein leichter, komfortabler und gleichzeitig dynamischer Laufschuh. Er bietet ein ideales Gleichgewicht zwischen Dämpfung und Energierückgabe. Er ist der leichteste Schuh, den Under Armour jemals entworfen hat. „Ein Schuh für Läufer, die ihre Ziele im Jahr 2020 erreichen wollen“, sagt Topher Gaylord, für den Laufsport zuständiger General Manager bei Under Armour über den Schuh.

Kernstück des Schuhs ist die Zwischensohle, die aus dem patentierten Hovr-Schaumstoff und einer netzartigen – bei Under Armour „Energy Web“ genannten – Struktur geformt ist. Hinzu kommen zwei „Charged Foam“ und „Propulsive Plate“ getaufte, härtere Strukturen, die den Läufer bei einer geschmeidigen Abrollbewegung bis hin zum kraftvollen Abstoß über den großen Zeh unterstützen.

Bei der Konstruktion der „Propulsive Plate“ haben sich die Under Armour-Designer auch von Spikeschuhen inspirieren lassen, die von den Sprintern auf Kunststoffbahnen getragen werden. Gefertigt ist sie aus einer Mischung aus dem Under Armour-eigenen Material Pebax-T und Carbon.

Die Außensohle des Hovr Machina besteht in den Aufprallzonen aus Vollgummi, das für eine sehr gute Traktion sorgt und sehr resistent gegen Abrieb durch Asphalt ist, was die Langlebigkeit des kompletten Schuhs verbessert. Das Obermaterial besteht aus atmungsaktiven und leichtem Mesh.

Zusammen sorgen die Bauteile für einen Schuh mit hervorragenden Dämpfungseigenschaften, der dem Läufer gleichzeitig bei jedem Schritt kontrolliert einen Teil der Aufprallenergie zurückgibt.

Der Clou des Hovr Machina ist allerdings die zweite Generation eines Cormputerchips, den Under Armour in der Sohle des Machina verbaut hat. Der Chip ist ein Bewegungssensor, der mehr kann als die aktuelle Laufgeschwindigkeit und die zurückgelegte Distanz zu messen. Er liefert auch Daten über die Schrittlänge des Läufers, zu seinen Bodenkontaktzeiten und zur Art des Auftrittes. All‘ diese Daten werden in Echtzeit auf das Smartphone und/oder die Smartwatch des Läufers übertragen, sodass er während des Laufes wertvolle Informationen über seinen aktuellen Laufstil und den Grad seiner Ermüdung erhält, auf die er reagieren kann.

Verfügbar sind diese Funktionen, sobald der Läufer die App „MapMyRun“ auf seinem Smartphone und/oder seiner Smartwatch  installiert und mit seinem Schuh verbunden hat. MapMyRun ist eine der weltweit größten digitalen Gesundheits- und Fitness-Communitys mit 270 Millionen Nutzern.

Unser Testfazit

Der neue Hovr Machina ist ein Laufschuh, mit dem es dem im Laufsport noch sehr jungen Hersteller Under Armour gelingt, eine Qualität und ein Laufgefühl zu liefern, die sich vor den alteingessenen Laufschuh-Unternehmen nicht verstecken müssen. Ein Top-Laufschuh für Läufer mit neutralem Abrollverhalten, der in vielen Geschwindigkeitsbereichen glänzt. Mit ihm fühlt man sich auf Asphalt am wohlsten, er funktioniert aber auch auf gepflegten Park- und Waldwegen. Und der Chip im Schuh ist ein Alleinstellungsmerkmal – ob man das wirklich braucht, muss jeder Läufer für sich selbst entscheiden. Die darin steckende Technik funktioniert jedenfalls einwandfrei.

Gewicht: 281 g (Herren/US 9) | 221 g (Damen/US 7,5)

Sprengung:  8 mm

Preis: 160,00 €

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